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Orakelbefragung in den Straßen Pekings

Mögliche Antwort auf die Frage:
"Was habe ich in Bezug auf den Aufbau meiner Firma besonder zu beachten?
Diagnose:
H 32 – Die Dauer, Wandlungslinie 1 und 4
Linie 1: Zu rasch Dauer wollen, bringt beharrlich Unheil. Nichts, was fördernd wäre.
Etwas Dauerndes läßt sich nur allmählich durch lange Arbeit und sorgfältiges Nachdenken schaffen. "Wenn man etwas zusammendrücken will, muß man es erst sich ordentlich ausdehnen lassen", sagt Laotse in diesem Sinn. Wer gleich auf einmal zu viel verlangt, der überstürzt sich. Und weil er zu viel will, gelingt ihm schließlich gar nichts.
Linie 2: Im Feld ist kein Wild.
Wenn man auf der Jagd zu Schuß kommen will, so muß man es auf die rechte Weise anfangen. Wenn man dauernd dem Wild an einem Orte nachstellt, wo es keines gibt, so kann man noch so lange warten und findet keines. Dauer im Suchen genügt nicht. Was man nicht auf die rechte Weise sucht, findet man nicht.
Prognose: H 11 – Der Friede
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Das I Ging als Orakel
Auch wenn sich in meinen Kursinhalten das I Ging (Yijing) als Orakel nur an wenigen Stellen wiederfindet, so bin ich doch sehr ehrfürchtig vor der gewaltige Aussagekraft und Stimmigkeit der auszuwertenden Antworten, auf jede gestellte Frage. Das Verstehen einer solchen Antwort setzt allerdings ein Tiefenwissen über die symmetrische Struktur- und das Wandlungsgeschehen voraus, das nur durch ernsthafte Auseinandersetzung gelernt und erfahren werden kann. Das alleinige Haften an vorgegebenen Texten kann auf Dauer nicht befriedigend sein.
Hinter dieser sinologischen Vorgabe verbirgt sich nämlich in den Trigrammen und Hexagrammen genau diese Weltformel der Lebensbewegungen, nach der überall gesucht wird. Jedes ins Verstehen gelangte Bild der gesamten Bilderreihe, beantwortet eine Unmenge an Fragen ohne das diese im Konkreten überhaupt gestellt wurden.
Die eine Antwort auf die eine Frage kann nicht gefunden werden, da diese Frage und diese Antwort nicht von allen anderen Fragen und Antworten getrennt werden kann und diese betreffen das ganze eingebundenen Menschsein in dieser Welt.
Wir sind keine Opfer von Situationen oder Umgebungsvarianten, wir selbst sind diese Situationen und Varianten, was uns das Singular H 39, das Hemmnis deutlich macht.
DAS BILD
Auf dem Berg ist das Wasser: das Bild des Hemmnisses.
So wendet sich der Edle seiner eigenen Person zu
und bildet seinen Charakter.
Schwierigkeiten und Hemmnisse werfen den Menschen auf sich selbst zurück. Während aber der Gemeine die Schuld draußen bei andern Menschen sucht und das Schicksal anklagt, sucht der Edle den Fehler in sich selbst, und durch dieses Insichgehen wird die äußere Hemmung für ihn ein Anlaß innerer Bereicherung und Bildung.
Aus dem I Ging von R. Wilhelm