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Tageshexagramm 21. Mai 2018

Tageshexagramm 21. Mai 2018

Hex 41 – Die Minderung oder die Mäßigung

Das Wesentliche nicht durch Unwesentliches verdeckenDie Kraft des Vertrauens
Thema des Zeichens

Minderung bedeutet nicht unter allen Umständen etwas Schlechtes. Mehrung und Minderung kommen zu ihrer Zeit. Da gilt es, sich in die Zeit zu finden und die Armut nicht durch leeren Schein verdecken zu wollen. Wenn durch eine Zeit der geringen Dinge eine innere Wahrheit zum Ausdruck kommt, so darf man sich der Einfachheit nicht schämen. Sie ist dann gerade das Richtige, das innere Kraft verleiht, durch die man dann wieder etwas unternehmen kann. Man darf selbst kein Bedenken tragen, wenn die äußere Schönheit der Kultur, ja selbst die Ausgestaltung religiöser Beziehungen unter der Einfachheit zu leiden hätte. Man muß von der Stärke der inneren Gesinnung etwas nehmen und es der Dürftigkeit der äußeren Erscheinung als Ersatz zulegen. Dann hilft die Kraft des Gehalts über die Schlichtheit der Form hinweg. Vor Gott bedarf es nicht des falschen Scheins. Auch mit geringen Mitteln läßt sich die Gesinnung des Herzens zum Ausdruck bringen. (Aus: I Ging – Richard Wilhelm)

Minderung, das soviel heißt wie Verringerung oder Wegnehmen von etwas, bezeichnet keine einseitige Abnahme, sondern eine Reduktion übermäßiger Erscheinungen zugunsten der harmonischen Wirkung. Der Berg, dessen Schatten sich in der Oberfläche des Sees spiegelt, vermindert zwar dessen ungetrübte Heiterkeit, verleiht ihm aber auf der anderen Seite eine würdevolle Ausstrahlung. Das starre und massive Gewicht des Berges dagegen verliert sein bedrohliches Erscheinungsbild, da er durch den heiteren Charakter des Sees eine Mäßigung erfährt. In der Begegnung mit der Außenwelt sieht man sich durch bedrückende Umstände (Berg) dazu veranlasst, leidenschaftliche Äußerungen (See) zurückzuhalten, um nicht unnötig verletzt zu werden. Dies ist keine Zeit des Aufbegehrens und der ausgelassenen Lustigkeit, sondern vielmehr der Einfachheit der äußeren Formen und der intensiven Arbeit an der Stärkung und Entwicklung des Charakters. Wer innere Wahrhaftigkeit als eigene Kulturleistung verkörpern will, der ist aufgefordert, in sich selbst Ordnung zu schaffen, damit das Wesentliche nicht länger durch Unwesentliches verdeckt wird. (Aus: I Ging – Das Buch vom Leben – Rene van Osten)

Die Wandlungen des Zeichens durch den Tag

Linie 1: 23–03 Uhr
Geben und Nehmen müssen im richtigen Verhältnis stehen

Wenn man nach Erledigung der wichtigsten eigenen Aufgaben seine Kraft in den Dienst anderer Menschen oder einer höheren Sache stellt, ohne daraus ein großes Tamtam zu machen, so ist das ohne Zweifel ein lobenswertes Verhalten. Man sollte jedoch darauf achten das rechte Maß nicht zu überschreiten, denn zuviel zu geben ist genauso schädlich wie zuviel zu nehmen.

Linie 2: 03–07 Uhr
Ohne seine eigene Person zu mindern, vermag man den anderen helfen

Es gibt Zeiten des Nehmens und Zeiten des Gebens. Man sollte versuchen in allen Handlungen ausgewogen zu sein. Mit unkontrollierten Kraftaufwendungen kann nichts Sinnvolles erreicht werden, und nur die Hilfe, die den Wert der eigenen Person nicht mindert, bringt für beide Seiten positive Veränderungen.

Linie 3: 07–11 Uhr
Was seinem Wesen nach nicht zueinander gehört, wird auseinanderbrechen
Wer diesen schwachen Strich erhält, sollte sich auf einen Abschied aus ungleichen Verhältnissen gefasst machen. Ob sich dies auf eine menschliche Verbindung bezieht oder die Umorientierung in Richtung höherer Ideale betrifft, ändert an dieser Aussage nichts.

Linie 4: 11–15 Uhr
Wenn man seine eigenen Mängel mindert findet man Entgegenkommen

Sowohl die einem wohl gesinnten Menschen als auch die positiven Kräfte werden sich nicht nähern, solange man sich in einem Umfeld bewegt oder einer Tätigkeit nachgeht, die nicht dem eigentlichen Wesen entspricht. Man kann diese druckvolle Situation ändern, indem man sich von schlechten Angewohnheiten und sturen Ansichten löst.

Linie 5: 15–19 Uhr
Man ist vom Schicksal zum Glück bestimmt

Man ist vom Schicksal (der Bestimmung) dazu auserwählt, großes Glück zu empfangen. Keine äußere Macht kann dies verhindern, da sich die kosmische Gunst einem zugewandt hat. Das „geistige Protektorat“ (sechste Linie), in dessen Gunst man steht, hat einen als würdig empfunden, wodurch großer Erfolg in Aussicht gestellt wird.

Linie 6: 19–23 Uhr
Wer die anderen an seinen Gewinnen teilhaben lässt, der handelt im Sinne der Minderung

Wer sich im Sinne einer höheren Verpflichtung den menschheitsdienlichen Zielen widmet, ohne daran zu denken sich selbst an den Erfolgen zu bereichern, der handelt im Sinne der Minderung. Alles, was man dadurch gewinnt, jeder Zuwachs an Kraft, wird nicht als persönliche Errungenschaft betrachtet, sondern fließt der Allgemeinheit zu.

Attribute zum Zeichen

Reduzieren • wegnehmen • Zurückhaltung • das Auftreten verfeinern • Charakterstärkung • sein Lustprinzip dämpfen • nicht aufbegehren • Reflexion • mit Wünschen und Ansprüchen hinter dem Berg halten

Trigramme

OT: Gen – Der Berg
UT: Dui – Der See

Himmelsstamm & Erdenzweig

-WE Wasser Büffel
1913 ¦ 1973 ¦ 2033

Zauberschildkröte

Organ: Leber
Le8r | Dü2l | Pe3r | Ma44l

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